Samstag, 30. März 2013

Die Eröffnung der Gartensaison


Noch immer ist kein Frühling in Sicht: der Himmel ist grau, dicke Dunst- und Nebelfelder liegen über Wald und Wiesen, ein bisschen Schnee bedeckt den Boden, die Temperaturen sind deutlich unter Null.



Die Kälte ist klirrend, keine Knospe, kein grüner Halm und keine Blätter sind zu sehen. Und trotzdem muss die Gartensaison eingeläutet werden, wenn man in diesem Jahr noch eigenes Obst und Gemüse ernten und selbstgezogene Blumen bestaunen will.
Eigentlich ist es schon viel zu spät, längst schon müssten Fensterbänke und Frühbeet mit selbst gezogenen kleinen Pflänzchen vollstehen, längst schon müsste der Rasen seinen Frühjahrsschnitt bekommen haben und gut durchlüftet sein, längst schon müssten Tulpen und Narzissen ihre Fühler ausstrecken. Aber in diesem Jahr ist alles anders.
Der Garten liegt noch immer unter einer dicken Schneedecke, keine Spur von Frühblühern und die Fensterbänke sind noch immer leer. Es ist einfach zu kalt, die Sonne scheint auch kaum und die Böden sind noch immer nicht umgegraben und mit Komposterde für die nächste Pflanzperiode vorbereitet.
Doch jetzt ist Schluss mit lustig, die Zeit ist abgelaufen, der Winterschlaf muss beendet und die Gartensaison eingeläutet werden. Sonst gibt es dieses Jahr keine eigenen, süßen Tomaten, keine Kartoffeln, die wirklich nach Kartoffeln schmecken und ganz bestimmt auch keine Löwenmäulchen. Auch keine Zinnien und Kornblumen, die mit ihren bunten Blüten nicht nur Bienen und Schmetterlinge in den Garten locken, sondern auch uns Gärtner ganz besonders erfreuen. Denn was gibt es Schöneres zur Deko als bunte Blumen in einer Vase auf dem Tisch, die aus dem eigenen Garten kommen.

Also auf die Samen, fertig, los...

Die Gartensaison ist offiziell eröffnet.

Wer sich für den Eigenanbau von Obst und Gemüse interessiert, und wer wissen will, wie aus den Kräutern und Blumen im Garten handgemachte Kosmetik wird, der sollte in den kommenden Tagen und Wochen dabei bleiben.

Viele Grüße
Eure Pinkpetzie

Montag, 25. März 2013

Das besondere Konzerterlebnis



Sie sind selten, kommen oft unerwartet, schleichen sich von hinten, aus dem Dunklen an und treffen zielsicher mitten ins Herz: die besonderen Konzertmomente, die nur für den kurzen Augenblick gelten, und sich dann ebenso schnell wieder verflüchtigen. Trotzdem verändern sie uns, ob wir wollen oder nicht. Sie schreiben Erinnerungen, gespeist aus Emotionen, die wir nur im Moment des Hörens fühlen. Sie lassen sich nicht steuern, nicht heraufbeschwören und nicht verdrängen. Sie sind individuell, und lassen sich kaum beschreiben und noch weniger nachempfinden. Am Ende bleibt stets nur die Erinnerung an das Gefühl, das uns zu Tränen rührte.
Philipp Poisel und seinem Projekt „Seerosenteich“ ist das gelungen. Gerade tourt der Singer und Songwriter aus der Nähe von Stuttgart wieder durch Deutschland und begeistert landauf, landabwärts die Zuschauer in ausverkauften Hallen, die sich von dem kleinen Mann und seiner Gitarre gefangen und mit auf die Reise in seine kleine, märchenhafte Welt nehmen lassen. Ein Geheimtipp ist er schon lange nicht mehr, ein Popstar aber auch nicht. Und in eine Schublade passt er erst recht nicht.
Sein Auftritt ist kein reines Konzert, mit viel Liebe zum Detail und noch mehr Leidenschaft haben der Sänger und seine Mitstreiter in wochenlanger Arbeit ein ganz besonderes Programm und ein liebevoll gestaltetes Bühnenbild entworfen. Für jede Nummer werden eigens geschreinerte Requisiten aus Holz auf die Bühne geschoben: das sind mal Tannenbäume, mal Meereswellen, dann eine große Sonne oder viele Seerosen. Und irgendwie passen sie immer zum jeweiligen Song. Zusätzlich erscheinen auf der Leinwand im Hintergrund der Bühne selbst gebastelte Scherenschnitte – oft nur in schwarzweiß - , die für die richtige Atmosphäre sorgen: eine dunkle, bergige Landschaft, ein Himmel voller Sterne, dichtes Gestrüpp, das den Blick in die Ferne schweifen lässt. Die Stimmung, die so erzeugt wird, ist einmalig.
Und weil der Aufbau der einzelnen Bühnenbilder stets etwas Zeit in Anspruch nimmt, führen Poisel und seine Band, die aus einem Schlagzeug, einem Keyboarder, einem Gitarristen, einem Bassisten, einer Backgroundsängerin und einem weiblichen Streicherquartett besteht, zwischen den einzelnen Songs kleine Zirkusstückchen auf. So verkürzen eine Seiltänzerin, ein Gewichtheber, ein Clown und ein Zauberer die Wartezeit bis zum nächsten Lied. Auch diese kleinen, humorvollen Einlagen sorgen für das besondere Erlebnis einen Konzertbesuchs von Philipp Poisel.
Aber das alles ist nur schmückendes Beiwerk, denn es ist die Musik, die die Zuschauer gefangen nimmt, die sie verzaubert und zu Tränen rührt. Die meisten Songs sind balladeske Nummern, die von der Freiheit, der Sehnsucht und der Liebe handeln. Und Apropos Liebe, sie ist das, was Philipp Poisel und seine Musik auszeichnet, sie steckt in jedem Detail, in jeder Zeile und in jedem Akkord. Seine Stimme ist außergewöhnlich, kratzig, zuweilen irgendwie schräg und dann so sanft, das sie kaum noch zu hören ist. Er verschluckt Wörter, versteckt sich im Dunklen außerhalb des Scheinwerferlichts und verzaubert dennoch das Publikum. Philipp Poisel ist ein Künstler, der auf Konventionen pfeift und sich selbst und seiner Musik stets treu geblieben ist – trotz unzähligen verkauften Platten. Er lässt sich vom Musikzirkus nicht verbiegen und das ist gut so. Er macht das, was ihm gefällt, und das ist gut so wie es ist.
Und gerade deshalb gelingen ihm diese besonderen Konzertmomente, die für den Augenblick gelten. Wenn er im schummrigen Licht auf seinem Hocker sitzt, ganz vorsichtig die Saiten seiner Gitarre streichelt und ohne jedes Beiwerk, fast still, die Zeilen von „Liebe meines Lebens“ sanft ins Mikrofon haucht, dann berührt er ganz tief und eine dicke, salzige Träne bahnt sich ihren Weg. Sie lässt sich nicht auf- und nicht zurückhalten. Sie ist schwer und doch leicht. Denn sie enthält das Wissen um das Glück, das man besitzt, wenn man sie gefunden hat. Die Liebe seines Lebens.

Eure Pinkpetzie

GLOSSYBOX März 2013


Wenn der Postmann klingelt...

kommt meist ein Päckchen. Heute Morgen war es endlich soweit, mein Postbote überreichte mir die neue GLOSSYBOX. Nachdem die letzte Box ja schon Anfang Februar, pünktlich zum Valentinstag eingetrudelt war, war die Wartezeit diesmal besonders lang. Umso mehr freute ich mich, als ich sie dann endlich in den Händen hielt. Leicht war sie schon mal, im Vergleich zur letzten. Fix die Pappschachtel geöffnet, war das Entsetzen groß: keine Box? Statt der hübschen rosa Schachtel war ein schwarzer Beutel im Paket, kein Seidenpapier, kein Schleifchen. Verwirrung pur.

Also fischte ich das beiliegende Kärtchen heraus: Happy Birthday GLOSSYBOX las ich. Aha, soweit so gut. Schnell überflog ich die Zeilen: alles begann vor zwei Jahren mit fünf Mitarbeitern in Berlin, heute ist GLOSSYBOX mit 350 Beauty-Experten in 15 Ländern weltweit vertreten. Zum Fest gibt es was Besonderes: der schwarze Beutel ist ein „einmaliges Geburtstagsgeschenk“, eine „exklusive GLOSSYBOX Travel Bag“ und statt dem üblichen Glossy Mag ein kleiner Reiseführer, den die Mitarbeiter mit Insidertipps rund um den Globus gespickt haben. Ist ja klasse.

Und dann der Inhalt der Jubiläumsausgabe: das erste Produkt ein Pöttchen Carmex Lippenbalsam in Originalgröße. Ein solides Drogerieprodukt, von dem ich noch einen fast vollen Tiegel im Bad stehen habe. Dann zwei Probiergrößen aus der Basispflegereihe von Dr. Hauschka: eine Tagespflege Quitte und die milde Reinigungsmilch. Naturkosmetik finde ich immer spannend, Dr. Hauschka hat viele tolle Produkte, welch Zufall, dass ich gerade die Reinigungsmilch im Bioladen um die Ecke in einer kleinen Größe zum Testen mitgenommen habe.

Und weiter geht`s: eine Schokoladenbodybutter von The Bodyshop in der Probiergröße. Wie schön, da ich sie vor Weihnachten nicht mehr bekommen habe und sie für den Winter perfekt finde. Das ist hauptsächlich auf den leckeren Schokogeruch zurückzuführen, da sich die Pflegewirkung nicht besonders von anderen Bodybutters unterscheidet. Auch klasse für Silvester ist der silberne Glitzernagellack von Alessandro, den ich garantiert niemals ausprobieren werde. Discokugel-Glitzer auf den Nägel ist einfach nicht mein Ding.

Und wo mich schon die ersten Produkte derartig umgehauen haben, ist es ganz wunderbar, dass sich die beiden letzten so ähnlich sind. Zum einen hätten wir da ein kleines Döschen losen Mineral Schimmer von Da Vinci Cosmetics, in einem beige-bronze Ton, und zum anderen eine Testgröße vom Glamour Glow Puder von Kryolan. Beide zaubern einen sehr schönen, bronzefarbenen Schimmer Gesicht und Körper. Immerhin haben wir ja schon Frühling, zumindest dem Kalender nach, und der Sommer kommt sicherlich auch bald, da bin ich also bestens ausgestattet mit gleich zwei Produkten.


Bis auf den Glitzerlack werde ich für alle Produkte früher oder vor allem später Verwendung finden. Einige kenne ich, da weiß ich also, was ich habe. Die anderen werde ich testen und kann sie dann praktischer Weise auch direkt vergleichen. Bis es soweit ist, kann ich alle Produkte im beiliegenden, billigen, schwarzen Kunststoffbeutel verstauen, damit sie im Abstellraum erst einmal vollstauben.

Na dann Happy Birthday. Was für eine Jubiläumsausgabe, da hat sich GLOSSYBOX wirklich etwas einfallen lassen.

Was hattet ihr in euren Boxen? Hat euch die Geburtstagsausgabe auch so umgehauen?

Viele Grüße

Eure Pinkpetzie

Samstag, 23. März 2013

Wo steckst du nur?





Frühling, wo bist du nur geblieben?

Wir haben Ende März, eigentlich sollten wir die ersten, warmen Sonnenstrahlen genießen, die Schönheit der Frühblüher, wie Narzissen und Tulpen bewundern und bei einem schönen Spaziergang das erste saftige Grün bestaunen. Stattdessen frieren wir bei eisiger Kälte, wundern uns über die immer noch mit Schnee bedeckte Landschaft und fragen uns bei all den „Shades of Grey“ am Himmel, wann werden wir die Sonne wieder sehen?


Frühling, wo hast du dich versteckt?


Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe die Nase gründlich voll von Schnee und Eis. Ein Wochenende Ende März, an dem auch tagsüber die Temperaturen jenseits des Gefrierpunktes liegen? Was soll das? So schön weiße Weihnachten sind, die gab es ja leider nicht, Ostereier suchen im Schnee, das muss ich echt nicht haben. Beinahe täglich stehe ich traurig vor dem Kleiderschrank, betrachte sehnsüchtig meine Frühlings- und Sommergarderobe und greife dann doch wieder zum dicken, weinroten Wollpulli, der schon seit einer gefühlten Ewigkeit mein treuer Begleiter an kalten Wintertagen ist. Aber jetzt noch?


Frühling, wo können  wir dich finden?


Wie gerne würde ich doch meine mintfarbene Leinenbluse endlich anziehen, die gefütterten Winterstiefel endlich gegen luftige Ballerina tauschen und meine Sonnenbrille endlich aus dem Regal nehmen. Stattdessen schaue ich ihr dabei zu, wie sich langsam aber sicher eine feine, aber deutlich sichtbare Staubschicht auf ihr bildet. Putzen will ich sie erst dann, wenn ich sie endlich wieder ausführen kann. Aber wann wird das sein? Der Wetterbericht verheißt nichts Gutes. Weiterhin ist von frühlingshaften Temperaturen weit und breit nichts zu sehen und die Sonne wird sich auch in den nächsten beiden Wochen eher selten zeigen. Immerhin soll es vermutlich nicht mehr oder nur noch wenig schneien. Aber ist das schon ein Grund zur Freude?


Frühling, wo sollen wir dich noch suchen?


Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich kann die weiße Pracht einfach nicht mehr sein. Und ich glaube niemand, wirklich keiner, und mag er den Winter noch so sehr, hat nicht genug von der eisigen Kälte, nicht genug vom nassen Schnee, nicht genug von der trockenen Heizungsluft. Von weißer Pracht kann ohnehin schon lange nicht mehr die Rede sein, vielmehr ist es das weiße Ungeheuer, das weiße Ärgernis oder der weiße Feind. Es reicht, echt!


Frühling, wo bleibst du nur?


Wir brauchen den Frühling, jetzt, nicht irgendwann. Wir brauchen jetzt Sonne, Wärme, die süßen Düfte der Natur, die den Frühling so einzigartig machen. Wir brauchen jetzt das Erwachen der Natur, die endlich aus dem Winterschlaf gerissen werden muss. Wir brauchen jetzt milderes Wetter, um im Garten endlich die neue Saison einzuleiten.


Frühling, komm doch endlich. Wir brauchen dich. Jetzt. Nicht irgendwann.


Eure Pinkpetzie

Freitag, 22. März 2013

Handcremes und der Hype um L`Occitane


Hallo ihr Lieben,

ich hasse Handcremes und besitze dennoch ein ganzes Dutzend von ihnen.



Eigentlich habe ich das ganze Jahr über trockene, rissige Hände. Das ist so, weil ich sie tatsächlich immer benutze, und damit meine ich nicht nur zum Schreiben und Schminken. Ich beanspruche sie wirklich. Sei es dazu meine Umgebung in einem halbwegs sauberen Zustand zu behalten oder dazu, meine lieben kleinen Pelztiere zu bespaßen oder für sie die Fellpflege zu übernehmen. Wie sich sicher denken lässt, haben die beiden Herrschaften dazu nicht immer Lust und äußer ihren Unmut das ein oder andere Mal mit ausgefahrenen Krallen. Böse meinen sie das natürlich nie, Spuren hinterlassen sie trotzdem. Der Winter meint es zwar gut mit uns in diesem Jahr, er ist lang, kalt und mit viel Schnee, für meine Hände ist das aber wenig erfreulich. Aber das ist alles bei weitem nicht so schlimm, wie die Gartenarbeit, die trotz des Gebrauchs von Handschuhen dazu führt, dass meine Hände nach einem langen und anstrengenden Tag im Rosenbeet von schuppigen Stellen und Kratzern übersät sind. Und auch wenn es angesichts des Wetters im Moment kaum etwas zu gärtnern gibt, meine Hände befinden sich in keiner guten Verfassung.
Nun habe ich nicht nur stark beanspruchte Hände, ich habe ein ernsthaftes Problem mit dem Eincremen meiner Hände. Es gibt kaum etwas Unliebsameres für mich. Meine Hände in einen zarten Kokon aus pflegenden Substanzen zu hüllen, ist nicht nur lästig, sondern verursacht bei mir Gänsehaut. Ich hasse dieses glitschig, schmierige Gefühl schon während des Einreibens. Obwohl die meisten Produkte verführerisch duften, Creme in den Handflächen, unter den Nägeln oder zwischen den Fingern ist einfach haarsträubend. Da hilft es auch rein gar nichts, wenn das verwendete Produkt schnell einzieht, ein Umstand, dem ich ohnehin mit sehr gemischten Gefühlen gegenüber stehe. Was nützt denn eine Handcreme, die umgehend in den Untiefen meiner Haut verschwindet und rein gar nichts hinterlässt?
Dieses Problem führt leider dazu, dass ich ständig auf der Suche nach dem ultimativen Handpflegeprodukt für mich bin, zu dessen Gebrauch ich mich in regelmäßigen Abständen überwinden kann. Ich horte verschiedenste Handcremes in allen erdenklichen Konsistenzen und Geruchsrichtungen, in Töpfen, Tuben und Tiegeln. Ob günstig oder teuer, fast alles, was der hiesige Markt in Sachen Handpflege zu bieten hat, wurde von mir getestet, zumeist mit „nicht akzeptabel“ bewertet und stapelt sich in Folge dessen in meinem Badezimmerschrank. Entweder nützte das Eincremen mit dem jeweiligen Produkt gar nichts oder der am Vorabend aufgetragene, schützende Fettfilm war selbst am nächsten Tag noch nicht vollständig eingezogen, so dass ich ihn erst einmal abwaschen musste, bevor ich etwas anfassen konnte. Das Produkt, das mich bisher mit Abstand am meisten überzeugen konnte, ist die Karite-Handcreme von L´Occitane, die mit einem Preis von runden 20 Euro für 150 ml mit Sicherheit nicht zu den Günstigeren gehört. Trotzdem riecht sie sehr angenehm, überhaupt nicht künstlich, pflegt die Hände überdurchschnittlich gut und zieht dennoch verhältnismäßig schnell ein. Besser hat da bei mir noch keine andere funktioniert.

Freiwillig benutze ich aber auch sie nicht.

Eure Pinkpetzie